Künstler*innen im Yachtklub: Florian Huber, Penny Monogiou, Jürgen Kuhl.

 

Jürgen Kuhl – Der Warhol der Geldfälscher

Es ist einer der bedeutendsten Falschgeldfunde weltweit, der größte in Deutschland: Ein Kölner Künstler und seine Komplizen druckten Dollar-Blüten und forderten die Weltmacht USA heraus – so titulierte Ralf Hoppe die Geschichte von Jürgen Kuhl 2007 im Spiegel.

Im Jahr 1985 schuf er sein erstes Kunstwerk. Er orientiere sich dabei plagiatsnah am berühmten Flowers-Motiv von Andy Warhol, den er in Köln kennengelernt hatte, und verkaufte die Blumen als poppige Siebdrucke.

In Sachen Drucktechniken wurde Kuhl zum Experten.

Man behauptet wohl nicht zu viel, wenn man sagt, dass Hans-Jürgen Kuhl Deutschlands bester Geldfälscher ist. Als sie ihn am 22. Mai 2007 festnahmen, fanden die Fahnder 16,5 Millionen falsche Dollar bei ihm. Es war der größte Dollar-Blüten-Fund Deutschlands, der zweitgrößte weltweit. Kistenweise Falschgeld in nahezu perfekter Qualität, selbst die CIA und den Secret Service hatte Kuhl damit alarmiert. Sechs Jahre musste er dafür ins Gefängnis.

Jetzt ist Kuhl rehabilitiert und seit 2019 Mitglied im Yachtklub. Seine ersten Arbeiten „Yachtklub –Dollar“ gibt es als einzelne 100 Dollar Note oder als 20er Druckbogen, veredelt durch die Kooperation mit Florian Huber, der die Scheine in Epoxidharz eigegossen hat. Die Arbeiten stehen jeweils in einer Auflage von 10 Exemplaren zum Verkauf.